Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Bolay,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
wir haben dieses Thema im Oktober bereits intensiv diskutiert. Damals wurde die Vorlage knapp abgelehnt – und auch das jetzt vorliegende Konzept überzeugt mich weiterhin nicht.
Ich erkenne an, dass die Verwaltung versucht hat, die Reduktion der öffentlichen Badezeiten etwas abzumildern. Aber das Grundproblem bleibt:
Wir beschließen hier ein Gesamtpaket, obwohl der eigentliche Engpass vor allem bei der Badeaufsicht liegt.
Die Stadt möchte Kosten sparen, indem Vereine und externe Anbieter stärker eingebunden werden. Das halte ich grundsätzlich für sinnvoll. Aber dafür brauchen wir meiner Meinung nach nicht direkt ein umfassendes Betriebskonzept, das gleichzeitig die Öffentlichkeit einschränkt. Warum gehen wir nicht Schritt für Schritt vor? Warum klären wir nicht zuerst die Personal- und Aufsichtsfrage – und entscheiden danach, ob und wo weitere Anpassungen notwendig sind?
Ich würde mir ein Konzept wünschen, das gemeinsam mit Schulen, Vereinen, Kursanbietern und der Öffentlichkeit abgestimmt ist. Stattdessen heißt es erneut, die vorgelegten Skizzen seien nur Vorschläge. Ich bin mir allerdings sicher:
Wenn wir den öffentlichen Badebetrieb einmal reduzieren, wird es kein Zurück geben.
Mir ist wichtig, dass wir weiterhin ein verlässliches Schwimmangebot für die Öffentlichkeit haben – vom Frühschwimmen bis zu Modellen, bei denen Kursbetrieb und öffentliches Schwimmen parallel stattfinden.
Ich lehne die Vorlage ab.